Was gehört zur Website-Wartung — und was musst du selbst tun?
Was gehört zur Wartung einer KMU-Website? Updates, Backups, Zertifikat und Domain erklärt — was wirklich nötig ist und wovon die Kosten abhängen.
4. Oktober 2026

In fast jeder Website-Offerte steht irgendwo eine Zeile «Wartung», monatlich oder jährlich. Viele Betriebe zahlen sie jahrelang, ohne genau zu wissen, was dafür passiert. Manche zahlen nichts und hoffen, dass die Website einfach weiterläuft.
Beides ist verständlich. Wartung sieht man nicht. Man merkt sie erst, wenn sie fehlt: wenn der Browser plötzlich vor deiner Website warnt, das Kontaktformular seit Wochen nichts mehr zustellt oder die Seite gar nicht mehr erreichbar ist.
Hier steht, was zur Wartung gehört, was davon für deinen Betrieb wirklich nötig ist — und welche Aufgaben bei dir bleiben, egal wer sich um die Technik kümmert.
Wartung ist nicht dasselbe wie Pflege
Zwei Dinge werden oft in einen Topf geworfen. Pflege heisst: Inhalte aktuell halten. Öffnungszeiten, Preise, Team, Referenzen. Das ist deine Aufgabe, weil nur du weisst, was sich im Betrieb geändert hat. Wie oft das nötig ist, steht im Artikel Wie oft solltest du deine Firmenwebsite aktualisieren?
Wartung heisst: die Technik am Laufen halten. Die Website soll erreichbar, sicher und funktionsfähig bleiben — auch wenn du monatelang nichts an den Inhalten änderst. Um diesen Teil geht es hier.

Was zur technischen Wartung gehört
- Software-Updates. Läuft deine Website auf einem Content-Management-System mit Erweiterungen, brauchen System, Design-Vorlage und jede einzelne Erweiterung regelmässig Updates. Sicherheitslücken werden laufend entdeckt und geschlossen — veraltete Erweiterungen sind ein bekanntes Einfallstor.
- Backups. Eine Sicherung, die regelmässig läuft und ausserhalb des Servers liegt. Wichtiger als das Backup selbst: dass jemand es schon einmal wiederhergestellt hat. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Hoffnung.
- Sicherheitszertifikat. Das Schloss in der Adresszeile (HTTPS) beruht auf einem Zertifikat, das regelmässig erneuert werden muss. Läuft es ab, zeigt der Browser eine Warnung — und viele Besucher kehren sofort um.
- Domain. Die Adresse deiner Website wird jährlich verlängert. Läuft sie aus, sind Website und E-Mail-Adressen auf dieser Domain gleichzeitig weg.
- Hosting. Der Server muss laufen, genug Leistung haben und selbst aktuell gehalten werden.
- Funktionstest. Kommt eine Anfrage über das Kontaktformular wirklich an? Funktionieren die Links, lädt die Seite auf dem Handy? Dieser Punkt wird am häufigsten vergessen, weil er nicht technisch klingt.
Wie viel davon nötig ist, hängt von der Technik ab
Der grösste Hebel ist nicht der Wartungsvertrag, sondern die Frage, worauf deine Website gebaut ist.
Ein Content-Management-System mit Datenbank und Erweiterungen hat viele bewegliche Teile. Jedes Update kann etwas anderes verändern, und Erweiterungen verschiedener Hersteller vertragen sich nicht immer. Wer so eine Website betreibt, sollte Updates nicht einfach ignorieren — hier ist regelmässige Wartung echte Arbeit.
Eine statische Website besteht dagegen aus fertigen Seiten ohne Datenbank und ohne Erweiterungen, die man patchen müsste. Für eine klassische Firmenwebsite mit Leistungen, Referenzen und Kontakt reicht das völlig. Hosting, Zertifikat und Domain brauchen trotzdem jemanden, der sich kümmert — aber der Aufwand ist deutlich kleiner. Für einen Onlineshop mit Kasse und Lager ist eine statische Seite dagegen nicht die richtige Wahl.
Wovon die Kosten abhängen
Was Wartung kostet, hängt weniger vom Anbieter als vom Umfang ab. Die wichtigsten Treiber:
- Anzahl der beweglichen Teile. Mehr Erweiterungen bedeuten mehr Updates und mehr Tests.
- Ob Updates getestet werden. Ein Update blind einzuspielen ist schnell gemacht. Es vorher zu prüfen, kostet Zeit — erspart dir aber die kaputte Startseite am Montagmorgen.
- Reaktionszeit. Wer garantiert innert Stunden reagiert, verlangt dafür mehr als jemand, der sich «in den nächsten Tagen» meldet.
- Inhaltliche Änderungen. Manche Pakete enthalten kleine Textanpassungen, andere verrechnen jede Änderung nach Stundensatz.
Wie sich laufende Kosten im Vergleich zu den einmaligen Kosten einordnen, zeigt die Übersicht Was kostet eine Website in der Schweiz?
Bevor du einen Wartungsvertrag unterschreibst oder verlängerst, lohnen sich fünf Fragen:
- Welche Updates sind enthalten, und wie oft werden sie eingespielt?
- Wo liegen die Backups, und wie schnell ist die Website nach einem Ausfall wieder online?
- Sind kleine Textänderungen inbegriffen?
- Auf wessen Namen ist die Domain registriert?
- Was passiert mit Website und Domain, wenn du kündigst?
Was bei dir bleibt — auch mit Wartungsvertrag
Ein paar Dinge solltest du nie ganz abgeben:
- Die Domain gehört auf deinen Namen. Nicht auf den deiner Agentur oder deines Webdesigners. Sonst hängt deine Adresse an einer Geschäftsbeziehung, die irgendwann endet.
- Zugangsdaten liegen bei dir. Mindestens für Domain und Hosting. Wer sie verliert, verliert im Ernstfall die Kontrolle.
- Ein- bis zweimal im Jahr selbst prüfen. Schick dir eine Testanfrage über dein eigenes Formular. Öffne die Website auf dem Handy. Für einen schnellen Überblick über Ladezeit, Google-Grundlagen, Impressum und Datenschutz hilft der kostenlose Website-Check.
Wann sich Wartung nicht mehr lohnt
Manchmal besteht Wartung vor allem darin, ein altes System künstlich am Leben zu halten: eine veraltete Version, die sich nicht mehr sauber aktualisieren lässt, oder Erweiterungen, die niemand mehr weiterentwickelt. Dann zahlst du jedes Jahr dafür, dass nichts kaputtgeht — und die Website wird trotzdem nicht besser.
Spätestens dann ist ein Neuanfang oft günstiger als die nächste Verlängerung. Was du dabei mitnehmen kannst, steht unter Website modernisieren.
Wartung, um die du dich nicht kümmern musst
blitzweb baut deine Website als statische Seite: keine Erweiterungen, die veralten, keine Datenbank, die jemand absichern muss. Hosting, Sicherheitszertifikat und Wartung sind im Abo enthalten. Jede Änderung wird als Version gespeichert, und mit einem Klick bist du zurück beim früheren Stand, falls etwas danebengeht. Kleine Textänderungen machst du selbst per Klick, gratis und unbegrenzt.
Der erste Entwurf ist gratis. Live geht deine Website ab CHF 17.95 pro Monat, eine eigene .ch-Domain kostet ca. CHF 19.90 pro Jahr.