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Ratgeber

Reicht Instagram und Google Business ohne eigene Website?

Viele KMU denken, Instagram und ein Google-Unternehmensprofil reichen aus. Was die beiden wirklich leisten – und wo eine eigene Website den Unterschied macht.

13. August 2026

Viele Kleinbetriebe fragen sich das Gleiche: Ich habe ein Instagram-Profil mit ein paar hundert Followern und ein Google-Unternehmensprofil mit guten Bewertungen. Brauche ich daneben wirklich noch eine eigene Website?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, was du mit deinem Online-Auftritt erreichen willst. Für den ersten Eindruck reichen Profile oft aus. Für alles danach nicht mehr.

Was Google Business Profil und Instagram wirklich leisten

Google Business Profil ist im Grunde eine Mini-Visitenkarte: Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, ein paar Fotos, Bewertungen. Wer «Coiffeur Chur» sucht, sieht dein Profil direkt in der Kartenansicht — ohne dass du dafür eine Website brauchst.

Instagram funktioniert ähnlich, nur visueller: Projektbilder, kurze Updates, direkter Draht zu Followern über die Kommentarfunktion. Für Handwerk, Gastro oder Coiffeur-Betriebe ist das ein guter Kanal, um Arbeit zu zeigen und Nähe aufzubauen.

Beide Kanäle sind gratis, schnell eingerichtet und für den Anfang oft völlig ausreichend.

Wo die Profile an ihre Grenzen stossen

Der Haken: Beide Profile gehören nicht dir. Du bist Mieter auf fremdem Land. Ändert Google seine Darstellung oder sperrt Instagram dein Konto aus einem unklaren Grund, ist deine gesamte Online-Präsenz betroffen — ohne dass du direkt etwas dagegen tun kannst.

Dazu kommt: Beide Plattformen zeigen nur, was ihr Format erlaubt. Ein Google-Profil hat keinen Platz für eine ausführliche Leistungsbeschreibung, keine Preisspanne, kein Kontaktformular. Instagram zeigt Bilder in chronologischer Reihenfolge — wer vor drei Monaten gepostet hat, findet den Beitrag heute kaum mehr wieder.

Und: Wer nur auf Social Media und Google-Profil setzt, hat keine eigene E-Mail-Adresse mit der eigenen Domain. «info@deinefirma.ch» wirkt seriöser als ein Formular über eine fremde App — gerade bei grösseren Anfragen oder im B2B-Geschäft.

Wann die Profile allein reichen

Ganz am Anfang, wenn du testest, ob dein Angebot überhaupt Nachfrage findet, ist ein Google-Profil plus Social-Media-Konto ein legitimer erster Schritt. Auch wer fast ausschliesslich über Empfehlungen und Stammkundschaft arbeitet und kaum neue Kunden über die Suche gewinnt, kommt eine Weile ohne Website aus.

Sobald aber die erste Anfrage über die Suche kommt oder du merkst, dass Interessenten mehr wissen wollen, als ein Profil zeigen kann, wird die Lücke sichtbar.

Was eine eigene Website zusätzlich bringt

Eine Website gehört dir. Du entscheidest über Inhalt, Struktur und Design — nicht eine Plattform. Sie kann, was Google-Profil und Social Media allein nicht leisten: eine Leistungsübersicht mit echten Beispielen, eine Preisspanne, ein Kontaktformular, das direkt in dein Postfach geht.

Sie ist zudem das Format, das bei einer normalen Google-Suche mit eigenen Inhalten erscheint — nicht nur im Kartenausschnitt. Wer nach «Schreinerei Küchenumbau Chur» statt nur nach deinem Firmennamen sucht, findet dich zuverlässig nur über eine Seite, die genau zu dieser Anfrage passt.

Das Beste aus beiden Welten

Die beste Lösung ist selten «entweder oder». Google-Profil und Instagram bringen Reichweite und Nähe. Die Website ist die Zentrale, auf die beide verweisen: mehr Details, mehr Vertrauen, ein Ort, den du vollständig kontrollierst. Verlinke dein Instagram-Profil auf der Website und umgekehrt — beide Kanäle stärken sich gegenseitig, statt sich zu ersetzen.

Der pragmatische Einstieg

Du musst nicht sofort ein grosses Projekt daraus machen. Beschreib deinen Betrieb in ein paar Sätzen, und blitzweb baut daraus einen ersten Website-Entwurf — mit den Inhalten, die weder Google-Profil noch Instagram zeigen können. Der Entwurf ist gratis, live geht die Website ab CHF 17.95 pro Monat. Was sonst noch auf eine gute Firmenwebsite gehört, steht im Artikel Was gehört auf eine Firmenwebsite?.

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