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Ratgeber

Was gehört auf eine Firmenwebsite?

Welche Seiten und Inhalte braucht die Website eines KMU wirklich? Die 7 Bausteine, die Kunden erwarten — und was du getrost weglassen kannst.

13. August 2026

Die meisten Kunden besuchen deine Website vor dem ersten Anruf. Sie suchen keine Show. Sie suchen Antworten: Was machst du? Für wen? Was kostet es ungefähr? Und wie erreiche ich dich?

Genau daraus ergibt sich, was auf eine Firmenwebsite gehört. Nicht mehr. Nicht weniger.

1. Eine Startseite, die in fünf Sekunden sitzt

Wer die Startseite öffnet, entscheidet in Sekunden: bin ich hier richtig? Darum gehört nach oben, was dich ausmacht — in einem Satz. «Schreinerei für Küchen und Innenausbau in Chur» schlägt jede Floskel wie «Willkommen auf unserer Homepage».

Dazu ein echtes Bild aus deinem Betrieb und ein sichtbarer Weg zur Kontaktaufnahme. Das ist der ganze Job der Startseite.

2. Leistungen — konkret statt vollständig

Liste nicht alles auf, was du theoretisch kannst. Zeig die drei bis sechs Leistungen, mit denen du Geld verdienst. Pro Leistung reichen zwei, drei Sätze: Was ist es? Für wen? Was ist das Ergebnis?

Kunden vergleichen. Je konkreter deine Leistungsbeschreibung, desto eher landet die Anfrage bei dir statt bei der Konkurrenz mit der Textwüste.

3. Referenzen oder Projektfotos

Vertrauen entsteht durch Belege. Im Handwerk sind das Baustellen- und Werkstattfotos, im Dienstleistungsbereich kurze Kundenstimmen oder abgeschlossene Projekte. Echte Fotos wirken dabei stärker als jedes Stockbild — auch wenn sie weniger perfekt sind.

Zwei bis drei gute Beispiele genügen. Qualität schlägt Menge.

4. Über uns — mit Gesicht

Kleinbetriebe haben hier einen Vorteil gegenüber Grossen: Man kauft bei Menschen. Ein Foto von dir oder deinem Team, ein paar ehrliche Sätze zur Geschichte und zur Arbeitsweise. Keine Vision, keine Mission, kein Leitbild — das liest niemand.

5. Kontakt — ohne Umwege

Telefonnummer, E-Mail, Adresse, Öffnungszeiten. Sichtbar, klickbar, aktuell. Auf dem Handy muss die Nummer direkt wählbar sein. Ein kurzes Kontaktformular hilft allen, die abends um zehn anfragen wollen.

Wichtig: Die Angaben müssen mit deinem Google-Unternehmensprofil übereinstimmen. Gleicher Name, gleiche Adresse, gleiche Nummer — das stärkt deine Auffindbarkeit in der lokalen Suche.

6. Preise oder eine ehrliche Preisspanne

Viele Betriebe scheuen sich, über Geld zu schreiben. Verständlich — und trotzdem ein Fehler. Wer gar keine Angabe findet, rechnet mit dem Schlimmsten und fragt nicht an. Eine Spanne («Küchenumbau ab CHF …») oder ein «ab»-Preis filtert zudem Anfragen aus, die nie zu deinem Budget gepasst hätten.

Was eine Website selbst kostet, haben wir übrigens separat aufgeschlüsselt: Website-Kosten in der Schweiz.

7. Impressum und Datenschutz

Unspektakulär, aber Pflicht: Impressum mit Firmenname, Adresse und Kontakt sowie eine Datenschutzerklärung. Beides gehört in die Fusszeile, wo es jeder erwartet.

Was du getrost weglassen kannst

  • News-Sektion, die niemand pflegt. Ein «Aktuelles» mit einem Eintrag von vor drei Jahren schadet mehr, als gar keines zu haben.
  • Onlineshop «für später». Wenn du nichts online verkaufst, brauchst du keinen.
  • Zehn Unterseiten pro Leistung. Eine klare Seite schlägt ein Labyrinth.
  • Animationen und Effekte. Sie kosten Ladezeit. Kunden wollen Antworten, kein Feuerwerk.

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